Nach dem großen Erfolg der vier Paartherapie-Tagungen in den Jahren 2003, 2005, 2007 und 2009 freuen wir uns auf die fünfte
Paare Paarungen Paartherapie 5
6. - 8. Oktober 2011 in Heidelberg
Die Themen gehen nicht aus. Die Menschen paaren sich mit ungebrochener Zuversicht. Und sie geben nicht so schnell auf, auch wenn es schwer wird. Paarungsfreude und Bindungsskepsis existieren unbeirrt nebeneinander.
Das stellt Paare und Paartherapeuten vor viele Fragen, vertraute und ganz neue: Ist unsere Vorstellung von der Liebe am Ende? Hat Erotik etwas in der Paartherapie zu suchen? Verändert das Internet unsere Beziehungsgestaltung und Partnerwahl? Was weiß die Paar-Forschung über den Verlauf langjähriger Beziehungen? Was über den Erfolg von Paartherapien? Welche Veränderungen bringen nicht nur die neuen Medien, sondern auch die neuen Möglichkeiten, den Körper zu designen? Oder sollten wir weniger über Veränderungen nachdenken und unser Glück eher in der Resignation suchen?
Sven Hillenkamp hat uns in seinem Bestseller „Das Ende der Liebe“ mit einer sehr kulturkritischen Kommentierung unserer „Freiheit“ konfrontiert und wird sie im Eröffnungsvortrag genauer ausführen.
Im zweiten Vortrag illustriert Esther Perel ihren Ansatz, wie sie in der Paartherapie die Erotik aus der Gefangenschaft langer Beziehungen zu befreien sucht.
Optimistisch und pragmatisch ist die Praxis der Internet-Partnerbörsen. Christiane Schnabel und Reingard Kess erklären, wie die Partnersuche bei Parship läuft und welchen Erfolg sie haben kann.
Welche empirische Basis die Hoffnung auf das lange Glück hat, berichtet Sabine Walper aus der großangelegten Pairfam-Studie zum Langzeitverlauf von Partnerschaften.
Liebes – und Paarträume sind ein Herzstück der Weltliteratur. Marita Rödzus-Hecker analysiert die Dynamik dieser Träume am Beispiel literarischer Liebespaare.
Ulrich Clement riskiert Hypothesen über die weibliche Sexualität und wie sie sich in der Dramaturgie der Paartherapie zeigen kann.
Auf Paartherapie vertrauen, ist eine Sache. Ihren Erfolg belegen, eine andere. Guy Bodenmann referiert, was wir aus der empirischen Forschung über die Wirksamkeit der Paartherapie wissen.
Tätowierte und gepiercte Körper, chirurgische „Korrekturen“ und Schönheitsoperationen sind Normalität geworden. Aglaja Stirn untersucht, welches Beziehungsangebot der schön designte Körper macht.
Arnold Retzer macht uns zum Abschluss der Tagung mit dem Gedanken vertraut, was resignative Reife mit Glück zu tun haben könnte.
Wir setzen auf eine fundierte und anregende Verbindung von theoretischen, empirischen und praktischen Perspektiven, die Paartherapeuten bei ihrer anspruchsvollen Arbeit inspirieren und unterstützen können. Neben den Vorträgen und Workshops gibt es wie immer genügend Raum für Begegnung, Austausch und Kontroversen.
